Quiros - König der Wüste

Mit Eagle zum Wüsten-Titel: Alvaro Quiros triumphiert bei der Dubai World Championship

Quiros - König der Wüste

Dubai, VAE: Alvaro Quiros gewinnt an einem spannenden Finaltag mit 269 Schlägen und 19 unter Par vor Paul Lawrie die Dubai World Chamapionship. Luke Donald sichert sich als Dritter souverän den Sieg im Race to Dubai. Der Engländer landet sieben Zähler vor Rory McIlroy. Martin Kaymer belegt Position elf.

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Es war ein spannendes Finale, das gleich zwei Schauplätze bot. Einmal ging es an diesem Sonntag um den Titel der mit 7,5 Millionen Dollar dotierten Dubai World Championship. Andererseits um den Gewinn des Race to Dubai (ebenfalls 7,5 Millionen Dollar in Form eines Bonus-Pool, der an die Top 15 ausgeschüttet wird). Letzteres war eigentlich schon vor Beginn des Schlusstages entschieden: Rory McIlroy hätte das Turnier gewinnen müssen, um noch eine Chance auf den Geldranglisten-Titel zu haben. Dafür war der Nordire mit -8 jedoch zu weit vom Führenden entfernt.

Dieser machte es deutlich spannender. Alvaro Quiros war mit 14 unter Par nach Resultaten von 68, 64 (Platzrekord egalisiert) und 70 Schlägen zusammen mit Paul Lawrie ans Tee gegangen. Und beide Akteure legten richtig stark los. Quiros notierte drei Birdies auf den ersten drei Bahnen, der erfahrene Lawrie immerhin eins. War der Titel schon jetzt für den spanischen Longhitter reserviert?

Zweikampf an der Spitze
Durchaus nicht. Drei Bogeys und zwei weitere Birdies von Quiros brachten Lawrie wieder in Reichweite. Lawrie schnappte sich nach dem neunten Loch sogar die Führung. Der Schotte war bis zu diesem Zeitpunkt fehlerfrei unterwegs und mit nur 31 Schlägen - fünf unter Par - auf die Back Nine gewechselt. Mit -17 war er plötzlich am Spanier vorbeigezogen.

Doch auf der Zwölf wendete sich das Blatt. Lawrie verfehlte das Grün und verpatzte auch den Bunkerschlag. Es wurde das erste Bogey des 42-Jährigen aus Aberdeen, der 1999 seinen größten Erfolg mit dem Gewinn der Claret Jug feierte. Ab diesem Zeitpunkt spielte dann nur noch Quiros. Im quitsch-grünen Hemd verwandelte er auf dem vorletzten Par 5 des Earth Course problemlos per Tap-In zu Birdie, ehe er auf der 18 die Zuschauer zu tosendem Applaus animierte. Einmal mehr hatte er mit dem Fairway-Holz das Grün des 567 Meter langen Par 5 getroffen und lochte im Anschluss grandios zum Eagle ein.

Lawrie machte zwar dann auch noch ein Birdie, doch gegen das aggressive lange Spiel von Quiros hatte er am Ende doch keine Chance. Zwar spielten beide eine 67, doch Quiros profitierte vom Vorsprung, den er mit auf den Finaltag genommen hatte.

"Das war ein guter Kampf zwischen uns beiden", freute sich Quiros im Anschluss über das bis zum Schluss enge Finale. "Paul hat jeden Putt gemacht. Aber auch ich hatte wirklich Glück und konnte einige wichtige verwandeln. Heute habe ich keine einzige schlechtes Bahn gespielt. es waren keine großen Fehler auf der Karte und der Rest war ziemlich gut."

Für Quiros war es der sechste Titel auf der European Tour. Zudem darf man den 28-Jährigen nun durchaus als "König der Wüste" bezeichnen, denn nach seinem Sieg beim Qatar Masters 2009 und der Dubai Desert Classic 2011 war es der dritte Titel in Arabien. Auch in der Weltrangliste ging es für Quiros deutlich nach oben. Ab Montag wird er in den Top 20 geführt.

 
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Donald schreibt Geschichte
Der Engländer Luke Donald verbesserte sich mit einem Birdie am 18. Loch auf insgesamt 16 unter Par und den alleinigen dritten Rang. Doch schon vorher stand fest: Donald ist der Gewinner des Race to Dubai, der europäischen Geldrangliste 2011. Mit 272 Schlägen (72+68+66+66) zeigte der 34-Jährige vor allem am Wochenende bestechendes Golf. Kein einziges Bogey zierte auf den beiden Schlussrunden die Scorekarte. Zudem brillierte er einmal mehr im kurzen Spiel: 29 Putts im Schnitt und 17 beziehungsweise 16 getroffene Grüns waren absolute Weltklasse.

"An der 13, als ich Rorys Namen nicht auf dem Leaderboard sehen konnte, war mir bewusst, dass ich gerade Geschichte schreibe. Die letzten Löcher fühlten sich dann fast schon surreal an. Der Druck fiel von mir ab und ich konnte es einfach genießen", beschrieb Donald seine Gefühle. "Ich ziehe aber auch den Hut vor Alvaro. Er hat, als es um alles ging, klasse gespielt, und das Turnier mit einem Eagle abzuschließen, ist wirklich spektakulär."

Mit dem Gewinn der amerikanischen Money List, dem Erfolg in Europa und Platz eins in der Weltrangliste machte Donald den Hattrick perfekt. Es war aber auch ein exzellentes Jahr des Briten, der in dieser Saison die WGC Accenture Match Play Championship, die BMW PGA Championship und die Barclays Scottish Open für sich entscheiden konnte.

Rory McIlroy, Donalds einziger Konkurrent im Race to Dubai, schloss die Dubai World Championship auf Platz elf ab. Der talentierte Nordire, der seit seinem Sieg in Hongkong an einer Viruserkrankung laboriert (Verdacht auf eine milde Version von Dengue-Fieber), kam mit Scores von 66, 71, 71 und 71 Schlägen auf Position elf.

Wie McIlroy beendete auch Martin Kaymer (73+71+64+71) das Turnier auf dem elften Platz. Mehr über die Finalrunde des Deutschen finden Sie hier.
 

Dubai World Championship 2011 - Finaltag

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