Peter Blaser, Präsdent des Golfclub Liechtenstein e.V.
Ist Mitglied im Golfclub Schloss Ernegg
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TOP AKTUELL
Unser Vorstands-Mitglied Donghua Li einmal anders !
http://www.videoportal.sf.tv/video?id=c3e7158e-5de1-40eb-a58a-2139aea62c3b
Isola di Albarella - bei Venedig - Rosolina - Rovigo
Unser Vize-Präsident Friedrich Hetzenecker, ist von dieser Anlage hell begeistert.
http://www.albarella.it/index.phtml?id=83
Er ist Mitglied im GC BAD RAGAZ http://www.virtual-golfcourse.eu/ragaz/videos1-18/film/index1b.htm
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Erster PGA-Triumph für Fowler
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Charlotte, North Carolina: Der erst 23-jährige Rickie Fowler sichert sich mit einem Traumschlag im Playoff der Wells Fargo Championship seinen ersten Sieg auf der US Tour. Rory McIlroy erobert die Spitze der Weltrangliste zurück.
Sein enormes Potential erkannte bereits im Jahr 2010 der damalige US Ryder Cup-Kapitän Corey Pavin, als er den damals noch sehr unerfahrenen und bis dahin sieglosen Rickie Fowler mit einer Wildcard für das Team der USA nominierte. Es war eine mutige Entscheidung Pavins, doch der junge Fowler rechtfertigte das Vertrauen und spielte einen starken Teamwettbewerb für sein Land.
Bis heute aber fehlte dem Ausnahmetalent mit den knalligen Outfits eine Sache, um wirklich anzukommen in der Welt der großen Stars seines Fachs: ein Sieg. Diese Hürde hat der 23-Jährige nun mit dem Titelgewinn bei der Wells Fargo Championship ebenfalls genommen. Und die Art und Weise mit der er diesen ersten Sieg einfuhr, war mehr als sehenswert.
US PGA Tour - 29.04.2012
New Orleans, Louisiana: Jason Dufner gewinnt die Zurich Classic im Stechen gegen Ernie Els - nach 163 Starts und sechs Jahren ohne Sieg. Alex Cejka verpasst die Top Ten und eine große Chance am letzten Loch.
Man hatte viele Birdies gesehen bei dieser Zurich Classic auf dem TPC Louisiana. Auf einem Großteil der Abschlussrunde ging es jedoch plötzlich nicht mehr darum, Birdies zu lochen. Bei 19 unter Par war das Duo an der Spitze bereits angekommen, doch plötzlich zitterten Jason Dufner und Ernie Els die Finger.
Beide kämpften sich über den Kurs - und rissen sich auf den Grüns zusammen. US-Golfer Dufner, 35, fand auf der 16 gar das Wasser, beziehungsweise das Ufer, von wo er keine Chance auf das Grün gehabt hätte, lochte dann aber einen unglaublichen Putt aus gut 14 Metern zum Par. Els, 42, seinerseits rettete mehrfach das Par aus schwierigen Lagen auf dem Grün.
Zurich Classic 2012 - Tag vier
So notierten beide ab der 11 (Dufner) beziehungsweise 12 (Els) ausschließlich das Par. Und die Spannung stieg von gelochtem Putt zu gelochtem Putt. Dufner gegen Els, der US-Mann, der so lange zweite Plätze sammelt, das ihm jeder nach erfolglosen 163 Starts einen Sieg gönnt, gegen Els, den Publikumsliebling, der seit zwei Jahren auf seinen 19. PGA-Tour-Sieg wartet.
Es kam das 18. Loch - eine Bahn mit Birdie-Pflicht, eigentlich. Doch beide hatten wieder Probleme, beide lochten wieder zum Par. Es kam zum Stechen. Wieder die 18. Und wieder: beide Par. Und noch einmal die 18: Els verpasste wieder das Birdie - Dufner diesmal nicht. Zweimal war er bereits in einem Stechen gescheitert, einmal davon bei der PGA Championship, jetzt war es endlich soweit: Dufner feiert in einem dramatischen Stechen gegen Ernie Els seinen ersten Sieg auf der US PGA Tour.
"Sie waren sehr hart, diese sechs Jahre auf der Tour ohne Sieg", gestand der stille Dufner wenige Sekunden nach seinem Sieg-Putt. "Es fällt mir schon eine schwere Last von den Schultern." In der kommenden Woche wird er wieder feiern können. Dann steht seine Hochzeit an.
Luke Donald erobert zwei Schläge hinter dem Duo als alleiniger Dritter die Weltranglistenspitze von Rory McIlroy zurück. Seine 67 schließt eine Strecke von drei starken Runden von 65, 66 und 67. Wäre die 73 am ersten Tag nicht gewesen, der Engländer wäre ein großer Faktor im Kampf um den Sieg gewesen. So fehlten bei 17 unter Par zwei Schläge auf den Sieger.
Cejka verpasst die Top Ten
Alex Cejka erlebte am Ende eine Enttäuschung. Sein 18. Rang ist eigentlich als Erfolg zu werten, doch ein größerer Erfolg war durchaus mehr als möglich. Auf der 18 hätte ein Birdie gereicht, um sich in die Top Ten zu spielen und um sicher bei der stark besetzten und gut dotierten Wells Fargo Championship in der kommenden Woche dabei zu sein. Doch Cejka spielte das Bogey - nach drei Birdies in den Runden zuvor.
Seine sonntägliche 71 war gleichbedeutend mit der schwächsten Runde seines Turniers. Den 18. Rang teilt sich der Deutsche unter anderem mit Titelverteidiger Bubba Watson (70) und Camilo Villegas (68).
European Tour - 29.04.2012
"Die besten Runden meines Lebens"
Seoul, Südkorea: Bernd Wiesberger gewinnt die Ballantine's Championship in eindrucksvoller Art und Weise und hat endlich seinen ersten Titel auf der European Tour. Seit Freitag war dem Österreicher niemand mehr nahe gekommen.
Im vergangenen Jahr war er zweimal knapp gescheitert, aus diesen Erfahrungen wollte er lernen - und er tat es. Bernd Wiesberger ließ sich im Finale der Ballantine's Championship den Sieg nicht mehr nehmen und gewann souverän seinen ersten Titel auf der European Tour. Und dabei sei er bis auf drei oder vier Schläge gar nicht nervös gewesen.
Seit dem zweiten Tag hatte er das Feld angeführt, hatte am Moving Day seinen Vorsprung ausgebaut und verwaltete diesen auf der Schlussrunde sicher dank einer 68 (-4), die ihn auf 18 unter Par brachte.
Kurzzeitig hatte sich der Schotte Richie Ramsay auf drei Schläge herangespielt, doch Wiesberger, 26, blieb gelassen. Er spielte umgehend Birdies auf der 15 und der 16 und zog wieder davon. Der Österreicher blieb die letzten 59 Löcher zudem ohne ein einziges Bogey.
"Ich habe einfach versucht, alles zu genießen", sagte Wiesberger. "Ich hatte die besten drei Runden meines Lebens. Ich habe versucht, keine Bogeys zu spielen - das ist mir ganz gut gelungen. Es war unglaublich." Er ist der dritte Österreicher nach Markus Brier und Martin Wiegele, der auf der European Tour gewinnen kann.
Fünf Schläge hinter Wiesberger schnappt sich der Schotte Richie Ramsay mit einer starken Schlussrunde (65) Rang zwei (-13), der junge Franzose Victor Dubuisson, der nach Tag eins geführt hatte, und Marcus Fraser aus Australien teilen sich den dritten Platz bei elf unter Par.
Die Protagonisten der Werbebroschüren des Traditionsturniers der European Tour waren allesamt nie ganz vorne zu finden gewesen. Miguel Angel Jiménez wurde am Ende Fünfter (-10), Adam Scott verbesserte sich am Schlusstag noch um 23 Positionen auf den geteilten zwölften Rang (-8), Ian Poulter schloss das Turnier auf dem Blackstone GC nahe Seoul wie auch Y.E. Yang als 15. ab.
Für Wiesberger geht es nun wohl in die Top 100 der Welt - und gleich am Sonntag wieder in die Heimat. Auf dem Flug will er sich aber, das musste er natürlich versprechen, ein Glas des Sponsors zur Feier des Tages gönnen.
US PGA Tour
Curtis schafft das Comeback
San Antonio, Texas: Ben Curtis gewinnt nach 2.045 sieglosen Tagen die Valero Texas Open vor seinem Landsmann Matt Every. Der größte Bonus für den Open-Champion aus dem Jahr 2003 ist die zweijährige Spielberechtigung auf der US PGA Tour.
Mehr als 2.000 Tage hat Ben Curtis nicht gewonnen. Nun ist der Bann gebrochen. Nach dem Gewinn der Claret Jug bei der Open in Royal St. George's im Jahr 2003 und zwei weiteren Titeln im Jahr 2006 sicherte sich der Amerikaner die Cowboy-Stiefel der Valero Texas Open, 1.116.000 Dollar Preisgeld und die Gewissheit, in Zukunft wieder besser planen zu können.
European Tour - 22.04.2012
Grace gewinnt dritten Titel in 2012
Tianjin, China: Der Südafrikaner Branden Grace gewinnt mit der Volvo China Open seinen dritten Titel in der Saison 2012 und etabliert sich in seinem Rookie-Jahr endgültig als herausragendes Talent der European Tour.
So schnell kann es gehen. Vor einem Jahr kannte noch keiner im Golf-Zirkus seinen Namen. Das hat sich in Rekordzeit geändert. Denn mit seinem dritten Sieg innerhalb von vier Monaten auf der European Tour hat sich Branden Grace endgültig als zukünftiger Star etabliert. Nicht nur, dass der 23-Jährige aus Pretoria eine außergewöhnliche Rookie-Saison spielt, er zählt mit nun drei Siegen (Joburg Open, Volvo Golf Champions und jetzt in China) zu den erfolgreichsten Profis in diesem Jahr.
Grace gewann mit 267 Schlägen (-21) klar vor Titelverteidiger Nicolas Colsaerts, der mit Platz zwei ebenfalls ein erstklassiges Resultat ablieferte. "Ich bin cool geblieben", kommentierte Grace seinen Sieg im Binhai Lake GC. "Ich habe den Ball erneut gut getroffen. Auf den ersten Löchern habe ich ein paar schwache Schläge gemacht, aber mich dann gefangen und auf den Par-5-Löcher, dort wo es zählt, die Birdies gemacht."
Die 69 (-3) am Finaltag war seine schwächste Runde, dennoch machte der Rookie beim Scoren kaum Fehler. Nur ein Bogey kam auf die Karte. Grace traf 15 Grüns, elf von 14 Fairways vom Tee und benötigte 31 Putts.
Mit nun drei Siegen ist Branden Grace erst der zweite Spieler auf der European Tour, dem es nach überstandener Qualifying School sogleich gelang, drei Mal in Europas bester Liga zu gewinnen. Dem Schweden Johan Edfors glückte das Kunststück ebenfalls, damals im Jahr 2006. Auch in China spielte der langhaarige Edfors übrigens mit, kam aber nicht über Rang 39 hinaus.
Auch in Sachen Alter ist Grace ein Eintrag in die Geschichtsbücher der European Tour sicher: Nur der kürzlich verstorbene Seve Ballesteros und Sandy Lyle waren jünger, als sie in einer Saison drei Titel gewannen.
Die zweitbeste Runde des Finalsonntags lieferte der Brite Richard Finch ab. Mit einer 66 verbesserte er sich um neun Plätze auf Rang drei.
Pettersson holt fünften Tour-Titel
16.04.2012 - Hilton Head Island, South Carolina: Carl Pettersson holt sich ungefährdet den Sieg der RBC Heritage. Sein engster Konkurrent, Colt Knost, schießt sich auf der Drei aus dem Rennen und wird Dritter. Luke Donald verliert die Spitzenposition der Weltrangliste. weiterlesen
Souveräner Sieg von Oosthuizen
Kuala Lumpur, Malaysia: Louis Oosthuizen lässt beim Finale der Malaysian Open keine Zweifel daran, dass er die Niederlage beim Masters verarbeitet hat. Er gewinnt mit drei Schlägen Vorsprung. Martin Kaymer fällt auf den letzten Löchern zurück auf Rang sieben. Marcel Siem bleibt in den Top 30.
Martin Kaymer begann den Sonntag der Malaysian Open mit den letzten Löchern seiner dritten Runde und schloss diese mit zwei Birdies auf den Bahnen 16 und 18 ab. Danach ging es für ihn direkt raus auf den Platz, um die Finalrunde zu spielen. Hier konnte er seine gute Form bestätigen und in der kühlen Morgenluft des Sonntags mit vier schnellen Birdies zur Spitze aufschließen. Mit zwölf unter Par lag er zeitweise nur drei Schläge hinter dem Führenden und avancierte zu einem der besten Spieler des Tages. Dem tat auch das Bogey auf der Neun kein Abbruch, das er direkt mit einem Birdie auf dem ersten Loch der hinteren Neun konterte. Doch mit den steigenden Temperaturen in der Hauptstadt Malaysias stiegen auch die Ergebnisse des Deutschen.
Kaymer im Pech auf den hinteren Neun
Auf Loch 13 musste er vom Abschlag einen provisorischen Ball ins Spiel bringen, fand aber glücklicherweise seinen ersten Ball unter den Bäumen. Dennoch konnte Martin Kaymer nicht das Par retten. Ab da war klar, dass er wohl nicht mehr um den Sieg mitspielen würde - Oosthuizen lag bereits bei 15 unter Par vier Schläge vor dem Deutschen. Daran konnte auch das folgende Birdie nicht viel ändern. Kaymer tat sich sichtlich schwer. Hinzu kamen zahlreiche unglücklich verschobene Putts. Auf der kurzen 16 musste der Deutsche dann einen Strafdrop nehmen, nachdem sein Ball im Wasserhindernis verschwand. Ein weiteres Bogey wanderte auf seine Scorekarte. Das traurige Ende eines hoffnungsvollen Auftakts: Auf der 18 musste Kaymer ein Doppelbogey notieren, nachdem er Probleme aus einem der vorgelagerten Bunker hatte. Auch der letzte Putt zum Bogey wollte nicht fallen, der Ball drehte eine komplette Runde ums Loch. Mit einer 71 am Sonntag wurde es für Martin Kaymer der geteilte siebte Rang bei neun unter Par.
Watson triumphiert im Masters-Stechen
- Augusta, Georgia: Das Masters Tournament hat einen neuen Träger des Green Jackets. Bubba Watson gewinnt das erste Major 2012 in einem dramatischen Playoff gegen Louis Oosthuizen. Die Top-Favoriten fallen weit zurück.
Es gibt Prognosen, die sind so schnell veraltet wie sie ausgesprochen sind. Und es gibt Vorhersagen, die stimmen so gut wie immer. Sieger-Tipps im Golf gehören in die erste Kategorie. In der zweiten Gruppe findet man die Aussage: "Der Masters-Sonntag in Augusta wird spektakulär."
Jahr für Jahr ist dieser Festtag im frühen April ein Beispiel für mitreißende Sportunterhaltung. Und dabei ist es egal, wer sich im alljährlichen Kampf als Protagonist hervortut - die Dramatik bleibt unvergleichlich. Die Ausgabe 2012 bestach in dieser Tradition wieder mit einer besonders illustren und vielfältigen Gruppe - und unglaublicher Spannung. Masters-Experte Phil Mickelson traf auf Bubba Watson, Lee Westwood, Louis Oosthuizen, Peter Hanson und Matt Kuchar. Auch Ian Poulter und Padraig Harrington hatten zwischenzeitlich Chancen auf den Major-Titel.
Die Sonne stand schon tief über der Magnolia Lane in Augusta, Georgia, als die Patrons endlich die Hände in die Luft reißen konnten für den Spieler, der an diesem Sonntag bei aller Brillanz die wenigsten Fehler gemacht hatte. Bubba Watson war es, der am zweiten Extraloch im Stechen nach einem unglaublichen Rettungsschlag aus 155 Yards unter den Bäumen mit einem Par seinen ersten Major-Titel feiern konnte. Louis Oosthuizen blieb mit seiner Annäherung zu kurz und konnte nur zum Bogey lochen.
Watson, der ab der 13 vier Birdies in Folge notierte, und Oosthuizen, der sich mit einem Double-Eagle an der 2 früh an die Spitze gesetzt hatte, waren zuvor auch gemeinsam über die Schlussrunde gegangen und hatten sich einen großen Kampf geliefert. Beide kamen mit zehn unter Par vom Kurs, die Konkurrenz konnte damit nicht mithalten.
Mickelson stolperte am Ende über ein Triple-Bogey an der 4, als er am Par 3 seinen Abschlag weit nach links verzog und aus dem Gebüsch vier Schläge aufs Grün benötigte. Westwood war definitiv der beste Spieler von Tee zu Grün. Nur Putten fällt dem Engländer inzwischen so schwer wie der erste Major-Titel, auf den er schon so lange wartet. Kuchar patzte an der 16, Peter Hanson schaffte es an der 12, den Eisenschlag so zu vermasseln, dass es der Ball nicht einmal bis zum Wasser vor dem Grün schaffte. Alle vier teilen sich Platz drei bei acht unter Par.
Watson, der bei der PGA Championship 2010 im Stechen gegen Martin Kaymer unterlegen war, bekam das Green Jacket von Charl Schwartzel übergestreift. "Ich war heute schon einmal an dieser Stelle", sagte Watson, 33, zu seinem unglaublichen Hook aus dem Gehölz. "Ich wusste, wie ich den Ball spielen muss." Ihm fiel es schwer, die Emotionen zu zügeln. "In meinen Träumen habe ich nicht so weit gedacht." In Bubba Watson aus Bagdad, Florida, gewinnt eines der größten Talente der Golf-Geschichte. Ein Linkshänder, der den Ball ohne Trainerstunde weiter und mit extremeren Kurven schlägt als die Konkurrenz.
Das große Duell fand nie statt
Zu dieser Konkurrenz gehören auch zwei, die in dieser Woche enttäuschten. "Es war eine schlechte Woche zur falschen Zeit", sagte der eine. "Ich habe es auf den ersten Neun am Samstag vermasselt", der andere. Beide, Tiger Woods und Rory McIlroy waren als große Duellanten in dieses Masters gegangen. In den USA gab es kein anderes Thema als den Kampf dieser so betitelten Golf-Giganten. Wer sollte Woods besiegen? Ja, wenn, dann McIlroy. Es kam bekanntlich anders, es gibt eben doch noch ein paar andere Golfer, die mehr können als den Ball gerade schlagen.
Woods beendete sein Turnier wenigstens mit einem Birdie. Am Ende lag er einen Schlag besser als Martin Kaymer bei fünf über Par (hier finden Sie mehr zum Turnier des Deutschen). Ein indiskutables Ergebnis für den vierfachen Augusta-Sieger. "Ich war auf den Par 5 einfach nicht da. Und das muss man hier sein, wenn man vorne mitspielen will." McIlroy spielte am Wochenende 77 und 76 und fiel damit neben Woods auf den geteilten 40. Rang.
Für beide ist es eine Riesenenttäuschung, Woods wollte nach 2008 endlich wieder ein Major gewinnen, nie standen die Chancen besser. Diese Woche ist ein Rückschlag im Kampf des 36-Jährigen zurück an die Spitze. McIlroy wollte sein Masters-Desaster vom vergangenen Jahr endgültig vergessen machen, die Erinnerung wird nun doch noch eine Weile haften bleiben. Luke Donald, die Nummer eins der Welt, fand einen halbwegs versöhnlichen Abschluss. Mit einer 68 verbesserte er sich noch auf den 32. Rang bei drei über Par.
Doch die Ernüchterung der Geschlagenen wird bei weitem übertönt vom Jubel des Gewinners. Auch das ist in jedem Jahr die gleiche Geschichte. Das ist eine sichere Prognose.
Olesens Premiere
Sizilien, Italien: Thorbjørn Olesen gewinnt bei der Sicilian Open seinen ersten European-Tour-Titel. Chris Wood muss sich knapp geschlagen geben. Dritte werden Søren Kjeldsen und Nicolas Colsaerts.
Dass aus Thorbjørn Olesen einmal ein European-Tour-Gewinner wird, schien schon im vergangenen Jahr nur noch eine Frage der Zeit zu sein. Beeindruckend spielte sich der junge Däne durch seine Rookie-Saison 2011. Dreimal hatte Olesen dabei große Chancen auf den ersten Titel, dreimal scheiterte er denkbar knapp als Zweiter. In Erinnerung ist vor allem das Bogey auf dem 18. Grün der Open de France 2011 geblieben, das ihm ein Stechen gegen Thomas Levet verwehrt hatte.
Jetzt, in seinem zweiten Jahr auf der Tour, hatte sich Olesen bei der Sicilian Open wieder in eine aussichtsreiche Position gebracht. Seine 67 am Samstag war beeindruckend für die Konkurrenz. Während es für die meisten bei Windgeschwindigkeiten über 40 Stundenkilometern darum ging, so wenige Schläge wie nur irgendwie möglich zu verlieren, lochte Olesen munter Birdie für Birdie.
Wood grandios
Im Finale musste er sich dem Angriff des Engländers Chris Wood stellen, der mit 30 Schlägen (-6) auf den Front Nine zu glänzen wusste. Doch während Wood, der zwischenzeitlich die alleinige Führung übernahm, gegen Ende der Runde ein folgenschwerer Fehler auf der 17 unterlief, notierte Olesen fast zeitgleich das Birdie auf Bahn 14. Und diesen einen Schlag Vorsprung spielte der erst 22-Jährige routiniert ins Clubhaus. Als der letzte kurze Putt ins Loch fiel wanderte ein dezentes Lächeln in das Gesicht des sonst so kühl wirkenden Dänen, der sich nun European-Tour-Sieger nennen darf.
Søren Kjeldsen, der seinen Landsmann mit einer Umarmung auf dem Weg ins Clubhaus beglückwünschte, teilt zusammen mit dem Belgier Nicolas Colsaerts den dritten Platz. John Daly und Rich Beem, beides ehemalige Major-Gewinner, schließen unter anderem auf dem elften Platz des finalen Leaderboards ab.
Der einzige Deutsche im Feld, Bernd Ritthammer, scheiterte nach tollem Auftakt leider am Cut, ebenso der Italiener Matteo Manassero und Titelverteidiger Raphael Jacquelin.
Mahan zum Zweiten
Houston, Texas: Hunter Mahan sichert sich den zweiten Titel der Saison und gewinnt die Shell Houston Open einen Schlag vor Carl Pettersson. Louis Oosthuizen wird alleiniger Dritter.
Dass Golf eine brutale Sache sein kann, wissen viele. Ganz besonders weiß das Hunter Mahan. Früh im Oktober 2010 erlebte er beim Ryder Cup eine mehr als schmerzhafte Niederlage. Er wurde als mental stark genug eingschätzt, um dem riesigen Druck standzuhalten und im letzten und entscheidenden Einzel des Vergleichs gegen Graeme McDowell zu bestehen.
Er scheiterte am Nordiren und auch an seinen Nerven. Die Bilder des bitterlich weinenden Amerikaners auf der anschließenden Pressekonferenz sind noch immer präsent. Keine Frage, Mahan war schon damals ein großer Spieler, aber er zu streng mit sich selbst und zu perfektionistisch.
Jetzt, anderthalb Jahre später, hat Hunter Mahan mit der Shell Houston Open das zweite Turnier der Saison 2012 gewonnen, ist zum Top-Favoriten für das Masters avanciert und klettert auf den vierten Rang der Weltrangliste – es ist eine außergewöhnliche Entwicklung.
Shell Houston Open - Finale
Tiger Woods - Fortsetzung folgt?!
Orlando, Florida: Mit einem beeindruckenden Sieg beim Arnold Palmer Invitational meldet sich Tiger Woods endgültig zurück auf der großen Bühne. Mit 13 unter Par setzt er sich gegen Graeme McDowell durch und legt womöglich den Grundstein für den zweiten Teil seiner Erfolgsgeschichte.
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am Sonntag beim Arnold Palmer Invitational sah man einen Tiger Woods, wie man ihn zuletzt wohl vor mehr als zwei Jahren gesehen hat. Er war wieder da, der Dominator, der mit dem Platz und den Kontrahenten nach Belieben spielte, der wusste, wann er aggressiv auf die Fahnen gehen konnte und ein Gespür dafür entwickelt hat, wann es besser ist auf Sicherheit zu spielen. Nach zwei Jahren, in denen er Eheprobleme überwunden und Verletzungen auskuriert hat, meldete er sich mit dem Sieg auf dem Bay Hill Club & Lodge endgültig zurück.
Tiger Woods 2.0
Er war so dominant wie zu seinen besten Zeiten, doch sein Spiel war anders. Er trug das rote Polo, hatte den gleichen dynamischen Schritt und doch war er ein anderer Tiger Woods. Seine Art, den Platz zu spielen war grundverschieden. Früher kannte man ihn als den Spieler, der nach den unmöglichsten Drives noch das Grün angegriffen hat. In der vergangenen Woche war er der beste Spieler vom Abschlag - laut der Total Driving Statistik - und es war schon eine Überraschung, wenn er sich nach dem Abschlag nicht direkt nach dem Tee bückte und mit seinem Drive zufrieden war.
Arnold Palmer Invitational 2012 - Finaltag in Florida
Tiger gewinnt in seinem zweiten Wohnzimmer
Natürlich blieben die verzogenen Schläge nicht aus, doch sie waren nicht so wild, wie in früheren Zeiten. Das Training und die Philosophie von Schwungcoach Sean Foley schienen endgültig auch auf dem Platz Früchte zu tragen. Am Ende des Tages stand eine 70 auf der Scorekarte von Tiger Woods, fünf Schläge trennten ihn zum nächsten Verfolger und zum siebten Mal gratulierte ihm Arnold Palmer zum Sieg bei dessen Einladungsevent. Eines hat sich bei all den Veränderungen am Spiel von Tiger Woods allerdings nicht geändert: Nach dem gelochten Putt zum Sieg auf dem schweren 18. Grün bebte die Tribüne hinter dem Grün. Doch der Jubel von Woods war verhalten, fast schon introvertiert.
Der Sieg hätte zu keinem besseren Zeitpunkt kommen können. Nach seiner Finalrunde von 62 Schlägen bei der Honda Classic konzentrierten sich die Golfwelt auf Tiger Woods. Die Stimmen wurden laut, die ihn zum Favoriten beim Masters erklärten und die Frage in den Raum stellten, ob er die Rekorde von Jack Nicklaus noch einstellen wird. Nach dem Sieg beim Arnold Palmer Invitational werden diese Stimmen nun noch lauter und die Frage, ob er für das Masters vorbereitet ist, kann mit einem klaren "Ja" beantwortet werden.
Nur ein positiver Ausrutscher oder ist Tiger Woods zurück und holt sich die Rekorde von Jack Nicklaus?
Woods und McDowell, dann lange nichts
Hinter Woods beendete Graeme McDowell seine Runde auf dem alleinigen zweiten Platz. Mit nur einem Schlag Rückstand in die Finalrunde gestartet, galt er als möglicher Tiger-Schreck. 2010 hatte er Woods im Stechen bei der Chevron World Challenge nieder gerungen und kennt das Gefühl, mit der ehemaligen Nummer eins gemeinsam über den Platz zu gehen. Doch offensichtlich war der Nordire etwas nervös. Direkt auf der Eins notierte er ein Doppelbogey und machte es seinem Flightpartner leicht. Auch das Birdie auf der Drei und der lange gelochte Eagle-Putt auf der Sechs änderte die Situation nur marginal. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich Woods ein zu komfortables Polster erspielt und konnte die Runde in Ruhe zu Ende spielen. Mit einem Endergebnis von acht unter Par hatte GMac zwar fünf Schläge Rückstand auf Woods, aber zugleich einen Vorsprung von zwei Zählern auf den nächsten Verfolger.
Hinter Woods und McDowell konnte kein Akteur in den Titelkampf eingreifen. Els und Poulter strauchelten von Anfang an und kamen nicht über Runden von 75, bzw. 74 Schlägen hinaus. Gerade für den Südafrikaner war es eine bittere Entwicklung, braucht er doch so dringend ein Top-Ergebnis, um sich für das Masters zu qualifizieren. Mit einem Sieg wäre ihm die Teilnahme in Augusta sicher gewesen. So bleibt "The Big Easy" nur noch der Weg über die Shell Houston Open in der kommenden Woche.
Doch nach dem Sieg von Woods steht nun eine Frage über allen anderen: Holt sich Tiger Woods nach 1997, 2001, 2002 und 2005 am 8. April den fünften Titel beim Masters Tournament?
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Hoey holt Hassan-II-Titel

Agadir, Marokko: Mit zwei 65er Runden am Wochenende zieht Michael Hoey am gesamten Feld vorbei und holt sich den Titel bei der Trophée Hassan II mit drei Schlägen Vorsprung auf Damien McGrane. Marcel Siem unter schreibt am Sonntag die vierte Runde in den niedrigen 70ern und wird geteilter 52.
Nach seiner Auftaktrunde von 74 Schlägen hatte Michael Hoey sieben Schläge Rückstand auf den nach Tag eins in Führung liegenden Damien McGrane. Ab Freitag ging es dann aber für den Nordiren kontinuierlich auf dem Leaderboard nach oben. Mit Runden von 67, 65 und 65 Schlägen zog er Schlag um Schlag an den Kontrahenten vorbei und gewann am Sonntagabend mit drei Schlägen Vorsprung. Erst auf dem 14. Loch der Finalrunde zog Hoey das erste Mal mit McGrane gleich, der sich bis dahin erfolgreich seinen Verfolgern erwähren konnte. Doch dem Doppelsieger aus 2011 hatte der Ire nichts mehr entgegenzusetzen. Mit zwei weiteren Birdies zog Hoey auf 17 unter Par davon, während das Bogey von McGrane an Loch 17 die Vorentscheidung brachte. "Es ist ein tolles Gefühl auf dem 18 zu stehen und zu wissen, dass man drei, vielleicht sogar vier Putts zum Sieg hat", beschrieb Hoey die komfortable Führung.
Ohne Fehler zum Titel in Marokko
Das Erfolgsrezept von Hoey nach Tag eins war sein präzises Spiel. Vom Abschlag aus verzog er kaum einen Drive neben die Fairways und spielte die Grüns teils strategisch mittig, teils aggressiv in Richtung des Lochs an. Gerade am Sonntag unterliefen dem Nordiren kaum Fehler. Nicht einmal fünf Mal musste Hoey von abseits des Grüns das Up-and-Down zum Par spielen und machte es damit der Konkurrenz umso schwerer, auf Fehler des 33-Jährigen zu hoffen. "Ich muss mich vor allem bei meinem Trainer bedanken, der mich in den vergangenen Monaten zurück auf Kurs gebracht hat", wusste der Nordire die Arbeit seines Coaches zu schätzen. "Aber auch bei meiner Frau muss ich mich bedanken, die mich zu jedem Event begeleitet." Das Ergebnis der Arbeit und der Unterstützung seines Teams war neben einem Scheck über 250.000 Euro auch die Einladung zum Volvo Golf Champions im nächsten Jahr und ein großer Schritt zum größten Jahresziel: "Natürlich ist es ein Traum von mir, beim Ryder Cup mitzuspielen." Mit dem Sieg in Marokko und dem ebenfalls für die Qualifikation zählenden Titel bei der Alfred Dunhill Links Championship 2011 hat Hoey jetzt gute Chancen, in diesem Jahr erstmals beim Kontinentalvergleich dabei zu sein.
Trophée Hassan II 2012 - Finaltag in Marokko
Weltrangliste
Schampus, Steaks und Spitzenwechsel
19.03.2012 - Luke Donald übernimmt nach nur zwei Wochen wieder die Führungsposition der Weltrangliste. Ein Franzose wird von Landsleuten geduscht, ein Südafrikaner dagegen schwingt die Grillzange. Martin Kaymer bleibt vorerst Vierter. weiterlesen
Rose bezwingt das Monster
Doral, Florida: Justin Rose sichert sich in einem dramatischen Finale den Sieg bei der WGC - Cadillac Championship. Bubba Watson bleibt nur Rang zwei. Martin Kaymer startet schlecht in den Sonntag, Tiger Woods kann ihn gar nicht erst beenden.
Bubba Watson ist ein Autodidakt. Er lasse sich nichts von Leuten sagen, die schlechter spielen, sagt er. Nimmt man die Weltrangliste zur Hilfe, kommen somit nicht einmal zwei Dutzend Menschen auf dieser Welt als Coaches in Frage. Es gibt einige, die behaupten, der angelernte Schwung wäre anfällig in Stresssituationen. Dem könnte man entgegenhalten, dass der US-Golfer auf der Tour immer einen Mental-Trainer bei sich hat. An diesem Sonntag auf der Finalrunde der WGC - Cadillac Championship bekamen beide Fraktionen recht.
Mit drei Schlägen Vorsprung war Watson auf die Runde gegangen, nach fünf Löchern war er plötzlich nur noch Dritter. Wenn er nicht ein paar lange Putts gelocht hätte, wäre alles noch schlimmer geworden. Watson drohte, auseinander zu brechen. Doch so hatte er weiter die Chance, zurück zu kommen. Und er tat es. Nach zwölf Löchern lag er wieder gleichauf mit Justin Rose. Auch Rory McIlroy war plötzlich vorne dabei, dazu Keegan Bradley. Es versprach, eine dramatische Schlussphase zu werden auf dem TPC Blue Monster.
Dann strauchelten McIlroy und Bradley, Watson spielte das Bogey an der 13 und Rose lochte nahezu gleichzeitig zum Birdie an der 14. Der Zwei-Schlag-Vorsprung hatte bis zur 18 Bestand. Dort lochte Rose zu Bogey (-16) - nur noch ein Schlag Vorsprung. Watson lag wenige Augenblicke später nach seinem Abschlag rechts im Rough, hatte 191 Yards in den Wind bis zum Grün. Ein Setting, wie geschaffen für den Gefühlsgolfer. Watson gelang der Schlag der Woche, in einer Rechts-Links-Kurve brachte er den Ball drei Meter vor die Fahne dieser ominösen 18, dem schwierigsten Schlussloch der PGA Tour.
WGC Cadillac Championship 2012 - Der Sonntag
Watson war wieder da, trotz Instinkt-Schwung, vielleicht gerade deswegen. Den Zuschauern in Florida war das egal. Sie flippten aus. Und waren schlagartig stumm, als Watson den Putt zum benötigten Birdie vorbeischob. Rose nahm die Gratulationen für seinen ersten WGC-Sieg auf der Driving Range in Empfang, wo er sich schon auf das Stechen vorbereitete. Watson bleibt nur der zweite Platz nach einer 74 bei 15 unter Par.
Für den 31-jährigen Rose ist es der erste WGC-Sieg, wohl der größte Titel seiner Karriere, die bereits vier Sieger auf der European Tour und drei Siege auf der US PGA Tour beinhaltete. 1,4 Millionen US-Dollar Preisgeld ist der Titel zudem wert. "Endlich kann ich wieder einen Pokal zur Familie nach Hause bringen. Das kann man als Golfer in 90 Prozent der Fälle nicht", sagte Rose, der Kontrahent Watson gleich generös zum "Gesicht der Woche" erklärte.
Wiederum eine Spitzenplatzierung sicherte sich McIlroy, der bei 14 unter Par das zweite WGC des Jahres als Dritter abschloss. Zur Mitte der Runde, als er an der 12 zum Eagle lochte, war er plötzlich der Favorit. Doch er schaffte es wieder nicht, den Schwung bis zum Ende mitzunehmen. "Es war frustrierend", sagte die Nummer eins nach der Runde. "Aber alles in allem war es wieder eine gute Woche."
Platz vier teilen sich Charl Schwartzel (68), Peter Hanson (71) bei 13 unter Par. Luke Donald (69) und der Australier John Senden (65) schließen das Turnier auf dem geteilten sechsten Platz ab. Tiger Woods schaffte es nicht bis zur 18. Lesen Sie hier mehr zu seiner Verletzung.
Kaymer puttet stark, rutscht dennoch ab
Für Martin Kaymer war der Kampf um eine Top-Platzierung eigentlich schon nach drei Löchern verloren. Zwei über lag er da schon für den Tag. Drei Bahnen später waren es drei über, von da an ging es um Schadensbegrenzung. Am Ende waren es drei Birdies und zwei weitere Bogeys, die ihn zu einer 74 führten. Bei insgesamt sieben unter Par teilt er sich den geteilten 20. Rang.
Kaymer war am Sonntag länger vom Abschlag als in den Tagen zuvor, dafür auch deutlich unpräziser. Nur der Putter war am Sonntag - wie fast die gesamte Woche - ein sehr verlässliches Spielgerät. Nur 23 Putts sind ein Spitzenwert, zumal er damit einige lange Pars rettete und damit einen größeren Absturz verhinderte. Insgesamt benötigten nur fünf Spieler weniger Putts als Kaymer in diesen Tagen. Am Ende waren jedoch zu wenig Birdie-Versuche darunter.
Kaymer glänzt, Watson glänzt mehr
Doral, Florida: Martin Kaymer beginnt die zweite Runde bei der WGC - Cadillac Championship mit einem Eagle, lässt dann noch fünf Birdies und ein weiteres Eagle folgen und notiert eine starke 64. Nur Bubba Watson ist an diesem Tag besser.
Irgendwann konnte man sich gar nicht mehr vorstellen, dass Martin Kaymer einen Birdie-Versuch unter drei Metern nicht verwandeln könnte. Zu sicher hatte er nach seinem langen Eagle-Putt an der Zehn (15 yards), seinem ersten Loch, insgesamt fünf Birdies und ein weiteres Eagle gelocht.
Kaymer stand auf dem siebten Grün, es waren noch drei Löcher zu gehen, der Ball lag rund zwei Meter vom Loch. Man schaute nur halb hin - doch der Ball lippte aus. Es sollten noch zwei ähnliche Möglichkeiten kommen auf den abschließenden beiden Bahnen in Runde zwei der WGC - Cadillac Championship, doch beide Male schob der Deutsche den Putt um wenige Zentimeter vorbei. "MAn sollte dennoch zufrieden sein", sagte Kaymer nach der Runde.
Es ist einfach auszurechnen, was Kaymer am Ende des Tages im Clubhaus des TPC Blue Monster notiert hätte, wären ihm auch die letzten drei Birdie-Putts gelungen. Mit einer 61 hätte er den Turnierrekord eingestellt. Doch hätte ist nicht nur im Golf unangebracht, es zählen die Fakten. Und auch die sind beeindruckend. Mit seiner 64 (-8) schiebt sich Kaymer um knapp 30 Plätze auf den geteilten siebten Rang.
WGC Cadillac Championship 2012 - Der Samstag
Diese Runde am wiederum anspruchsvoll windigen Freitag, auf der knapp 80 Prozent der Abschläge die mitunter sehr schmalen Fairways fanden und 25 Putts reichten, bestätigt Kaymers Beteuerungen vor dem zweiten WGC des Jahres: Der Schwung passt, es fehlt nur Geduld. "Es war nur eine Frage de Zeit, bis ich wieder so gut laufen würde", sagte Kaymer am Freitag. Nun will er naturgemäß mehr als sich nur gut fühlen in der Bewegung.
Die Spitze ist vor dem Wochenende mindestens fünf Schläge entfernt. Bubba Watson toppte Kaymers schon sehr starke Runde um zwei Zähler und schob sich mit seiner 62 (-10) auf zwölf unter Par. Gemeinsam im Flight mit Justin Rose, der eine 64 notierte, lieferte er eine Birdie-Show, die insgesamt 17 (9/8) Birdies und ein Eagle beinhaltete.
"Einfach laufenlassen"
"Er war fantastisch", freute sich der Engländer Rose nach der Runde im Doppel-Interview mit Watson. "Wir haben uns gegenseitig mit Energie gefüttert. Es tut mir fast ein wenig leid für Mark Wilson." Der dritte im Flight musste sich mit einer 70 zufrieden geben. "Wir haben es einfach laufenlassen", ergänzte Watson, der auch am Samstag mit Rose (-11) auf die Runde gehen wird. "Wir werden weiter Spaß haben", drohte Watson der Konkurrenz.
Hinter dem US-Longhitter und Rose auf Rang zwei setzte sich Adam Scott (68) bei zehn unter Par, Peter Hanson folgt einen Schlag dahinter. Rang fünf teilen sich bei acht unter Par Keegan Bradley und Thomas Björn. Luke Donald enterte mit einer 68 die Top Ten und liegt bei sechs unter Par einen Schlag vor Tiger Woods (T15), der sich wie ein Großteil des Feldes stark verbessert zeigte (67).
Das Top-Duo Watson/Rose hatte dafür eine einfache Erklärung: "Vielleicht haben sie die Löcher etwas größer gemacht."
fpf
McIlroy ist die neue Nummer eins

Palm Beach Gardens, Florida: Mit einem Sieg bei der Honda Classic übernimmt Rory McIlroy erstmals die Spitzenposition in der Weltrangliste. Tiger Woods wird nach einer fantastischen 62 im Finale des Traditionsturniers zum größten Widersacher des Nordiren und belegt Rang zwei.
Rory McIlroy ist der 16. Spieler der Geschichte, der an der Spitze der Weltrangliste steht. Die Aufgabenstellung für den Nordiren, um in die Fußstapfen von Bernhard Langer zu treten, der am sechsten April 1986 als erster Spieler überhaupt das World Golf Ranking anführte, bedurfte keiner großen Rechenexempel. McIlroy benötigte bei der Honda Classic im PGA National Resort von Palm Beach Gardens unbedingt einen Sieg, um an Luke Donald vorbeizuziehen.
Und McIlroy siegte. Mit zwei Schlägen Vorsprung war der 22-Jährige vor den beiden US-Amerikanern Tom Gillis und Harris English in die Finalrunde gestartet. Doch keiner der beiden Außenseiter vermochte den "Celtic Tiger" während des Tages zu gefährden. Gillis, der bereits seit 22 Jahren als Professional sein Geld verdient und seit ebenso vielen Jahren auf seinen ersten Tour-Sieg wartet, scorte zum Abschluss 69 Schläge und sicherte sich mit Platz zwei sein bestes Karriereergebnis überhaupt. Schlimm erging es am Sonntag Harris English, der mit 77 Zählern bis auf Position 18 durchgereicht wurde.
Honda Classic 2012 - Finalrunde
Woods zeigt seine Klasse
Es war ein anderer US-Amerikaner, der McIlroy zum Ende noch einmal alles abverlangte. Von Position 18 gestartet, spielte sich Tiger Woods Platz um Platz nach vorne auf dem Leaderboard und lochte auf der 18 unter dem tosenden Applaus der Zuschauer seinen Eagle-Putt zu einer grandiosen 62. Woods, der mit diesem Ergebnis seine niedrigste Finalrunde überhaupt auf der PGA Tour ablieferte, wirkte danach selbst ein wenig erstaunt. "Es kam alles zusammen", so der 36-Jährige zu seinen insgesamt vier Birdies und zwei Eagles.
Kann Rory McIlroy in die Fußstapfen von Tiger Woods treten und die Golfwelt über mehrere Jahre beherrschen?
pin-high sagt dazu:Sportler verschiedener Generationen zu vergleichen ist doch gar nicht möglich. Das ganze Drumherum ist anders, die Weltrangliste wird anders berechnet und die Trainingsmethoden sind international tran ...
Als Woods mit einem Gesamtergebnis von zehn unter Par das Clubhaus betrat, befand sich McIlroy gerade mit einem Zwischenergebnis von elf unter Par auf der 13. Ein Birdie verschaffte ihm sofort ein wenig Luft vor dem "Bear Trap", wie der schwierige Abschnitt im PGA National Resort zwischen den Löchern 15 bis 17 zu Ehren des großen Jack Nicklaus genannt wird. McIlroy überstand die Bärenfalle mit even Par - auf der 15 und auf der 17 landete sein Abschlag jeweils im Grünbunker, zwei sensationelle Bunkerschläge sicherten ihm aber jeweils das Par.
Auf der 18 ging der Mann aus Holywood dann kein unnötiges Risiko mehr ein. McIlroy spielte das Par 5 sehr konservativ mit dem Driver und zwei Wedges bis zum Grün. Vor den Augen seiner Eltern verwandelte er sicher den Par-Putt zum Gesamtergebnis von zwölf unter, zum Sieg der Honda Classic mit einem Vorsprung von zwei Zählern auf Woods und Gillis und zum Einzug in die Geschichtsbücher.
sta









